Kreatives Schreiben

Die folgenden Angebote zum Kreativen und Literarischen Schreiben sind Formate, die sich als Best-Practice-Beispiele im Laufe meiner Referenten-Tätigkeit seit 2001 herausgebildet haben. Sie stehen exemplarisch für viele weitere mögliche Seminare und Workshops, die in Absprache mit Ihnen als Veranstalter, denkbar sind.


Für Kinder und Jugendliche


K 1: DEiN BucH vOm icH

Entdecke schreibend das Geheimnis hinter den Buchstaben und Wörtern. Lerne mit den Methoden des Kreativen Schreibens, wie du ausdrücken kannst, was du wirklich sagen willst. Schreibe dein Buch vom Ich.

Zielgruppe:
Das Angebot richtet sich an Kinder ab 10 Jahren und Jugendliche ab 16 Jahren. Ich habe es bereits in verschiedenen OGSen und im Rahmen von Seminaren für Jugendliche im "Freiwilligen Kulturellen Jahr" durchfgeführt.

Inhalt:
Mit Methoden des Kreativen Schreibens und mit zielgruppengerechten, selbst erdachten Schreibspielen werden die Teilnehmer*innen dazu angeleitet, spielerisch das Eigene auszudrücken. Dabei werden Träume, Ziele, Wünsche wichtig. Wir erstellen zum Beispiel ein Mindmap zum Thema "Held*in", verlieren uns in der Ecriture automatique , schaffen uns ein Briefgeheimnis, verschütten Tinte für Klecksografien und schreiben Klappentexte für Wunschbücher. Jede*r  Teilnehmer*in gestaltet ein Sketchbook. Ausgewählte Seiten daraus können vorgestellt/ausgestellt werden. (Die Bücher sind und bleiben natürlich Eigentum der Teilner*innen.)

Dauer:
• 2 Wochenstunden pro Schulhalbjahr (als AG in der OGS oder im Rahmen von Deutsch plus/Pofilkursen oder ähnliches)
• Alternativ ist das Angebot auch als mehrtägiger Workshop in Bibliotheken, Jugend- und Literaturhäusern durchzuführen.

Honorar:
auf Anfrage


K 2: LauterLeser

"Fan-Fiction/Fanfiction oder kurz Fanfic oder auch nur FF, deutsch manchmal auch Fanfiktion oder Fangeschichte(n), ist die Bezeichnung für Werke, die von Fans eines literarischen oder trivialliterarischen Originalwerkes (zum Beispiel eines Films, einer Fernsehserie, von Büchern, Computerspielen usw.) ... erstellt werden, welche die Protagonisten und/oder die Welt dieses Werkes ... in einer neuen, fortgeführten oder alternativen Handlung darstellen." Soweit die Theorie nach Wikipedia. 

In der Praxis hört sich das viel besser an. Nämlich so:

Vielleicht
Magische Kräfte
Vertrauen? Qual! Aufgaben
lösen für das Gute
Happy-End

Dieses kleine Gedicht hat Leyla Khutur in der AG LauterLeser geschrieben, die ich an der Gesamtschule Rodenkirchen durchgeführt habe, nachdem sie "Caroline - total feerückt" gelesen hat. Ich mag die Zeilen sehr. Andere Teilnehmer*innen haben lange Geschichten oder Romananfänge verfasst und sich auf diese Weise mit ihren Lieblingsbüchern auseinandergesetzt. Am Ende gab es eine Lesung in der Schulbibliothek für die Schulöffentlichkeit. Die Presse war auch da.

Zielgruppe:

Das Angebot richtet sich an Kinder und Jugendliche ab 10 Jahre. Ich habe es bereits dreimal an der Gesamtschule Rodenkirchen (Köln) im Rahmen einer AG durchgeführt. Im Jahr 2014 habe ich das Konzept für "jugendstil nrw" erweitert, so dass es gleichzeitig an vier nordrheinwestfälischen Schulen (in Köln, Dortmund, Bonn und Leverkusen) durchgeführt wurde. Die entstandenen Texte wurden auch hier von den Schüler*innen bei einer Lesung präsentiert und auf youtube gepostet.

Inhalt:

"Lautes Lesen macht Texte gut. Ich bekomme Distanz zum Text und wechsle den Kanal. So sorge ich dafür, dass der Ton stimmt, dass der Text fließt, der Rhythmus passt. Zu lange Sätze machen mich atemlos, unübersichtliche Satzstrukturen lassen mich stottern, Füllwörter oder unschöne Wiederholungen klingeln in meinen Ohren. Und selbst, wenn all diese Dinge nicht eintreten, lese ich aufmerksamer und bemerke Fehler, für die ich zwar blind, aber wohl nicht taub bin.“

Ähnliche Erfahrungen wird jeder machen, der sich mit dem Schreiben beschäftigt, der am Beginn seiner Auseinandersetzung mit der „Produktion von Literatur“ steht.
Das Projekt LauterLeser setzt an diesem Punkt an: Jugendliche ab 10 Jahre erfinden und schreiben Fanfiction (d. h. Texte ausgehend von literarischen Vorlagen/Vorbildern) und präsentieren sie auf verschiedene Art und Weise:
- laut vorlesend ihren Mitschülern,
- als schriftliches Dokument in der Art eines Geschichtenkalenders,
- über eine youtube-Lesung.
Dabei lernen sie, neben grundlegenden Techniken fürs kreative und literarische Schreiben, wie wichtig das laute Lesen für den Schreibprozess ist, denn sie präsentieren ihn fortlaufend ihren Mitschreibern. Neue Medien werden in Ergänzung zum traditionellen Vorlesen eingesetzt, wenn die Jugendlichen die Plattform „youtube“ nutzen, um ihre Geschichten der medialen Öffentichkeit zu präsentieren.
Es geht bei dem Projekt ausdrücklich nicht um das Lesenlernen, sondern darum, einen eigenen Ausdruck für das selbst Erdachte und Geschriebene zu finden, indem Stimme, Körperhaltung, Sprechtempo und -rhythmus sowie Betonung im Fokus der Betrachtung stehen und in Einklang zur Sprecherpersönlichkeit des Autors gebracht werden. 


Dauer:
2 Wochenstunden pro Schulhalbjahr

Honorar:

auf Anfrage


K3: Fundstücke

„Wie kommst du eigentlich auf deine Ideen?“

Das ist eine der meistgestellten Fragen im Anschluss an Lesungen. Die ich gern so beantworte: „Indem ich gut aufpasse, wo ich hintrete.“ Denn die Ideen für Geschichten liegen tatsächlich auf der Straße, man muss sie nur sehen. Oder hören. Vielleicht auch riechen oder ertasten… In der Schreibwerkstatt „Fundstücke“ mache ich mich mit den Teilnehmern auf die Suche nach solchen Fundstücken und helfe, spielend eigene Geschichten und Gedichte zu erfinden.

Zielgruppe:

Das Angebot richtet sich an Schreibinteressierte ab 8 Jahren in offenen Gruppen und/oder Schulklassen bzw. OGSen

Inhalt:

In diesem Seminar lernen wir, unsere Sinne zu schärfen, um auf Ideen für Geschichten zu kommen, die erzählt werden wollen. Wer hat etwas erlebt und möchte es erzählen? Wie können wir es so „verdichten“ und aufschreiben, dass andere es gerne lesen?

Dauer:

  • als regelmäßiges Angebot 90 Minuten pro Woche
  • in Workshops ab 4 Stunden

Honorar: auf Anfrage


Für Multiplikator*inn*en


M1: Kreatives Schreiben – Praxisseminar 

Kann es eine Didaktik des Kreativen Schreibens geben? Und wenn ja, wie sieht sie aus? 

Zielgruppe:

Lehramtsstudierende und angehende Schreibwerkstättenleiter

Inhalt:

Wer Gruppen zum Schreiben anleiten möchte, kann in diesem Seminar eine Didaktik kennenlernen, die es ihm erlaubt, selbstständig Konzepte zum Kreativen Schreiben zu entwickeln. Wir forschen nach der Entstehung von Imagination, erproben Methoden des Kreativen Schreibens und entdecken ganz nebenbei verschiedene Titel der aktuellen Kinder- und Jugendliteratur.

Dauer: mindestens 4 Stunden

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